Die Frage nach der Qualität einer Übersetzung kann man natürlich auch so formulieren: Wann ist eine Übersetzung eine gute Übersetzung? Es haben schon viele kluge Menschen versucht, hierauf eine Antwort zu geben. Philosophen, die sich dabei allzu leicht im Tiefgang verlieren. Sprachwissenschaftler, die eine Übersetzung nach genau definierten formalen, sprachlichen und übersprachlichen Kriterien durchleuchten. Und unzählige Lektoren, die eine Übersetzung durch ihre ganz eigene Qualitätsbrille betrachten und in einem prozesstreuen Spagat dafür sorgen müssen, dass sie sowohl dem Auftraggeber als auch dem Adressaten zusagt.

Doch die Antwort auf die eingangs gestellte Frage liefern in Wirklichkeit immer diejenigen, denen die Übersetzung dienlich sein soll. Spätestens hier, beim Reparieren eines Motors, beim Beurteilen einer Börsennachricht oder beim Programmieren eines Herzschrittmachers zeigt sich der Wert der Übersetzung. Sie muss begreiflich machen, wie ein Ding zu verwenden ist, wie eine Sache sich verhält oder wie ein Ereignis sich zugetragen hat.

So viele Sichtweisen, so viele unterschiedlich motivierte Rezipienten, so viele widersprüchliche Maßstäbe. Und doch gibt es immer nur ein Urteil: Die Übersetzung ist entweder gut oder sie ist es nicht. Entweder wird der Übersetzer weiterhin mit Aufträgen bedacht, oder er fragt sich nach einiger Zeit der „Funkstille“, ob vielleicht etwas nicht gestimmt hat mit der Frucht seiner Arbeit. Denn ihm zu sagen, dass diese den hoch gesteckten Erwartungen an die Qualität nicht entsprochen hat, das ist eigentlich eher die Ausnahme.

Warum ist das so? Vermutlich deshalb, weil Qualität immer im Auge des Betrachters entsteht. Niemand kann die Qualität einer Übersetzung beurteilen, ohne die eigene (oder eine fremde) subjektive Wahrnehmung aus diesem Urteil herauszulösen. An die Stelle einer fundierten Kritik tritt daher nicht selten der Verweis auf einen anderen, nicht greifbaren oder anonymen Akteur, sei es der über jeden Zweifel erhabene Muttersprachler in der eigenen Firma, der gut abgeschirmte, bestenfalls schemenhaft in Erscheinung tretende Lenker auf einer höheren Etage oder eben der Kunde als höchste und vermeintlich unantastbare Instanz.

Wann ist eine Übersetzung eine schlechte Übersetzung?

Es scheint fast, als wäre dies die einfachere Fragestellung. Denn hier sprudeln einem die Antworten nur so entgegen: Falsche Wortwahl, schlimme Rechtschreibung, die Zeichensetzung wirr, keine Sachkenntnis erkennbar, zu lange Sätze, zu kurze Sätze, man merkt dem Text die Übersetzung an, sie wirkt nicht natürlich und überhaupt hätte man gleich die Sekretärin oder eine Maschine dafür einsetzen sollen. Schlechte Übersetzungen riechen nach Bequemlichkeit, nach maschinellem Hauruck und nach fehlender Professionalität. Aber auch nach Zeitdruck, Billiglöhnen und mangelnder Wertschätzung.

Ich habe mich schon so lange und intensiv mit der Qualität von Übersetzungen befasst, dass ich die vielen Parameter und Definitionen inzwischen leid geworden bin. Und ich bringe die Antwort hiermit auf eine simple Formel:

„Eine Übersetzung ist gut, wenn sie ihren Zweck erfüllt, ohne zu befremden.“

Und klar doch: Wenn sie den Leser auch noch begeistert, dann spielt die Übersetzung vollends in der höchsten Liga! Als einfache Faustregel dürfte mein Theorem jedoch in vielen Situationen angemessen sein.

Wer liefert uns Übersetzungen mit Qualität?

Sprachdienstleister können sich in der Arbeitsweise, den Kommunikationswegen und in der Geschäftsausrichtung sehr voneinander unterscheiden. Diese Übersicht zeigt, wem Sie bestimmte Sprachdienstleistungen anvertrauen können und wem nicht. Sie zeigt auch, wo Sie das beste Preis-Leistungsverhältnis erwarten können.

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